PRO ASYL Press
Release - Presseerklärung |
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As "a second class burial" described Heiko Kauffmann, spokesperson of the Nation-wide Human Rights Organisation for Refugees PRO ASYL, the ZDF dementi, to plan the removal of the Saturday intercultural series "Schwarz-Rot-Bunt" ("Black-Red-Coloured"). According to ZDF it is merely planned to integrate the series into a weekend magazine. "If one wishes to finish a programme off, then by levelling its subjects and grinding off the identity in a 'No name-weekend magazine", said Kauffmann.
PRO ASYL appeals to the ZDF Supervisory Board meeting on Friday, to cancel the decision and to preserve the programme "Schwarz-Rot-Bunt" in its present shape. The programme has become a trademark of the intercultural dialogue in the German TV landscape by the selection of subjects, their presentation with regard to the voices of migrants and refugees, by exchange and information, continued Kauffmann. In a society, in which the rejection of foreigners, their exclusion and racism are still far common, the media - especially those under public law - are of great importance in communicating programmatically human rights, the principles of tolerance and living together. | Als "Beerdigung zweiter Klasse" hat Heiko Kauffmann, Sprecher der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL, das Dementi des ZDF bezeichnet, die samstägliche interkulturelle Sendung "Schwarz-Rot-Bunt" absetzen zu wollen. Nach Angaben des ZDF ist lediglich die Integrierung der Sendung in ein Wochenendmagazin geplant. "Wenn man einer Sendung den Garaus machen will, dann so: durch Einebnung ihrer Themen und das Abschleifen der Identität in einem 'No name'-Wochenendmagazin", erklärte Kauffmann.
PRO ASYL appelliert an den am Freitag tagenden Fernsehrat des ZDF, die Entscheidung rückgängig zu machen und die Sendung "Schwarz-Rot-Bunt" in ihrer jetzigen Form beizubehalten.
Die Sendung sei durch ihre Themenauswahl, ihre Präsentation unter Berücksichtigung der Stimmen von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen, durch Austausch und Information zu einem Markenzeichen des interkulturellen Dialogs in der deutschen Fernsehlandschaft geworden, so Kauffmann weiter. In einer Gesellschaft, in der die Abwehr von Fremden, Ausgrenzung und Rassismus noch weit verbreitet seien, komme den Medien - zumal den öffentlich-rechtlichen - eine besondere Verantwortung zu, Menschenrechte und Grundsätze der Toleranz und der Zusammenlebens auch programmatisch zu vermitteln.
"Schwarz-Rot-Bunt" sei auf dem besten Weg gewesen, sich zu einem medialen Ort interkultureller Begegnung zu entwickeln, an dem gerade auch junge Menschen ein Gefühl für die Achtung aller anderen Menschen - unabhängig von Herkunft und Religion - bekommen könnten.
"Es wäre absurd und ein Paradebeispiel mangelnder 'Sehschärfe' von Fernsehveranwortlichen, würde diese Sendung mit klaren Konturen und identifizierbaren Inhalten nun gestutzt und geschliffen, um vorgeblichen Quotenzwängen Genüge zu tun", schloß Heiko Kauffmann. | |
Frankfurter Rundschau vom 25. Juni 1999
"Schwarzrotbunt"
Der ZDF-Fernsehrat wird in seiner heutigen Sitzung voraussichtlich beschließen, die interkulturelle ZDF-Sendung Schwarzrotbunt in ihrer jetzigen Form einzustellen und in einem gemeinsamen Magazin mit der Presseschau und Top 7 - Bilder der Woche aufgehen zu lassen. Grund sind die aus Sicht des Senders unzureichenden Quoten: das Magazin habe zwischen 200 000 und 350 000 Zuschauer, sagt ZDF-Sprecher Walter Kehr, das sei erheblich weniger, als die "sehr gut gemachte Sendung verdient" habe. Kehr widerspricht der Darstellung, die Sendung solle einfach "abgesetzt" werden. Im Gegenteil verspreche man sich von dem neuen Magazin, das von Herbst an Samstags von 13.00 bis 14.00 Uhr laufen soll, "unter dem Strich mehr Chancen für die Themen von Schwarzrotbunt. | ||
