PRO ASYL Press Release - Presseerklärung
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Presseerklärung
| The Nation-wide Human Rights Organisation for Refugees PRO ASYL rejected demands from CSU (Christian Social Democrats) and FDP (Liberals) circles and considerations of the Home Office sharply, to negotiate "safety guarantees" with Turkey for expelled Kurds in order to not expose them there to danger of torture and death penalty.
In view of the extent of violations of human rights, torture, extra-legal executions and arbitrary arrests in Turkey these considerations would be "eyewash related to human rights" and "irresponsible slogans of groups of regulars", said PRO ASYL-spokesperson Heiko Kauffmann.
"The Federal Government and the parties know exactly, that also after the application of the so-called consultation procedure of March 10th, 1995, based on a correspondence of the former Home Secretaries Kanther and Mentese, it came to arrests and torture of asylum seeker expelled from Germany". The Lower Saxonian Refugee Council and PRO ASYL have just submitted a documentation with 11 cases alone from the year 1998, in which after the deportation detention, torture, charges or condemnations are proven...
"At this it is to be feared, that the co-operation between German and Turkish authorities contributes certainly or has contributed to the endangering of the persons concerned ", said Kauffmann.
PRO ASYL has submitted the current documentation to the Federal Ministries of the Interior and of Foreign Affairs and requests the Ministers of the Interior meeting in this week and the Federal Minister of Foreign Affairs Joschka Fischer to an examination and a re-valuation of the policy of the German Federal Republic on Turkey. The ministers of the Interior are demanded by PRO ASYL to issue a deportation ban, since Germany has also in relation to asylum-seekers, which were not granted asylum, protection duties under international law... Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge PRO ASYL hat Forderungen aus CSU- und FDP-Kreisen und Überlegungen des Innenministeriums scharf zurückgewiesen, mit der Türkei "Sicherheitsgarantien" für abgeschobene Kurdinnen und Kurden auszuhandeln, damit diese dort nicht der Gefahr der Folter und Todesstrafe ausgesetzt würden.
"Die Bundesregierung und die Parteien wissen genau, daß es auch nach Anwendung des sogenannten Konsultationsverfahrens vom 10. März 1995, dem ein Briefwechsel der damaligen Innenminister Kanther und Mentese zugrunde liegt, zu Verhaftungen und Folter von abgeschobenen Asylsuchenden aus Deutschland gekommen ist." Der Niedersächsische Flüchtlingsrat und PRO ASYL haben soeben eine Dokumentation mit 11 Fällen allein aus dem Jahr 1998 vorgelegt, in denen nach der Abschiebung Inhaftnahme, Folter, Anklage beziehungsweise Verurteilungen nachgewiesen sind (s. Gesamtbericht vom Oktober 1999). Dafür stehen die in der Anlage beigefügten Berichte über die Fälle Abdulmenaf Düzenli, Hüzni Almaz, Mehmet Özcelik und Ibrahim Toprak.
"Dabei besteht zu der Befürchtung Anlaß, daß die Zusammenarbeit zwischen türkischen und deutschen Behörden erst recht zur Gefährdung der betroffenen Personen beiträgt beziehungsweise beigetragen hat", erklärte Kauffmann.
PRO ASYL hat diese aktuelle Dokumentation dem Bundesinnenministerium und dem Außenministerium übermittelt und fordert die in dieser Woche tagenden Innenminister und Bundesaußenminister Joschka Fischer zu einer Überprüfung und Neubewertung der bundesdeutschen Türkeipolitik auf.
Von den Innenministern fordert PRO ASYL ein Abschiebemoratorium, da Deutschland auch gegenüber den Asylsuchenden, denen kein Asyl gewährt werde, völkerrechtliche Schutzpflichten habe. Von Bundesaußenminister Joschka Fischer fordert PRO ASYL einen neuen Lagebericht unter Berücksichtigung und nach Untersuchung der vorgelegten Fälle zu erstellen und die EU-Ratspräsidentschaft zur Einberufung einer internationalen EU-Friedenskonferenz zur Lösung der Kurdenfrage in der Türkei zu nutzen.
"Wenn Außenpolitik vor allem auch Friedens- und Menschenrechtspolitik ist, muß das im Verhältnis zu den Menschen und auch gegenüber Staaten deutlich werden, aus denen Tausende Monat für Monat wegen Menschenrechtsverletzungen und Verfolgung zur Flucht gezwungen werden", schloß Kauffmann.
Die Dokumentation "Von Deutschland in den türkischen Folterkeller" ist erhältlich beim Niedersächsischen Flüchtlingsrat, Lessingstr. 1, 31135 Hildesheim, Tel.: 05121 / 15605, Fax: 05121 / 31609. | ||||||||||||||
